Die Entwicklungsmaßnahmen der Aux 4 Coins du Monde sind in zwei sich ergänzende Interventionsformen gegliedert.
Mehrjährige Programme, wie das Projekt der „Sicaya-Deiche“ (1993–2011), mobilisieren langfristig umfangreiche Ressourcen und verbinden mehrere Bereiche: Bau von Infrastrukturen, Ausbildung von Landwirten, technische Begleitung sowie Bildungsmaßnahmen.
Kurzfristige Programme und Mikroprojekte reagieren auf gezielte Bedürfnisse und ermöglichen punktuelle, aber lokal sehr wirkungsvolle Einsätze.
Laufende Programme
Seit mehreren Jahren unterstützt der Verein Schulen und weiterführende Schulen im bolivianischen Altiplano, einer der am stärksten benachteiligten Regionen Boliviens.
Diese Unterstützung umfasst insbesondere:
die Bereitstellung von Schul- und Unterrichtsmaterial
die Verteilung von Kleidung und Rucksäcken
die Bereitstellung von Grundausstattung
So wurden beispielsweise im Jahr 2016 insgesamt 14 Bildungseinrichtungen in der Region Arque unterstützt, mit 417 Schülern (davon 320 in der Grund- und Vorschule sowie 97 in der Sekundarstufe).
Monitoring und Finanzierung
Die Projekte werden vor Ort von unserem ständigen Vertreter in Bolivien, Juan Ordoñez, begleitet und koordiniert. Er ist für die Umsetzung der Maßnahmen sowie für spezifische Aktionen wie die landwirtschaftliche Ausbildung verantwortlich.
Die Finanzierung erfolgt über mehrere ergänzende Quellen:
die jährliche Ergebnisverwendung, die in der Generalversammlung (nach Steuern) beschlossen wird
die monatlichen Spenden der „Socios“
alle allgemeinen Spenden
Diese Mittel gewährleisten die Kontinuität und Nachhaltigkeit der Entwicklungsprogramme.
Frühere Programme
Im Laufe der Jahre hat Aux 4 Coins du Monde zahlreiche Projekte in Lateinamerika umgesetzt, insbesondere in Peru und Bolivien.
In Bolivien
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Wiederherstellung von Schafherden in der Region Pongo, einschließlich der Einführung von Zuchttieren, dem Bau von Pferchen sowie Impfkampagnen.
Das Projekt der Sicaya-Deiche (Cochabamba), das bis 2013 lief, war ein umfangreiches Langzeitprogramm. Es ermöglichte:
den Bau von Deichen und die Rückgewinnung landwirtschaftlicher Flächen
die Aufwertung und Nutzung der zurückgewonnenen Flächen
die technische, wirtschaftliche und rechtliche Ausbildung der Landwirte
Dieses Programm betraf 13 Genossenschaften im Tal des Río Arque und 329 Familien, also rund 1.845 Personen. Für die Genossenschaft K’ara K’ara wurden 95 Hektar zurückgewonnen und bewirtschaftet. Am 30. Oktober 2005 wurde das Ausbildungszentrum „Cuatro Rincones“ in K’ara K’ara eingeweiht.
Mikroprojekte und soziale Initiativen
Der Verein hat außerdem mehrere Mikroprojekte mit hoher lokaler Wirkung umgesetzt:
in Cusco (Peru): die Bäckerei Qosko Maki, ein Projekt zur Ausbildung und zum Schutz von Jugendlichen
in Lima: die Gestaltung eines Spielplatzes rund um die Bibliothek des Viertels „Los Jazmines“
in El Alto (Bolivien): Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Stärkung von Aymara-Frauen über die Organisation Amparampi
Maßnahmen in Peru
In Lima wurden mehrere humanitäre Maßnahmen durchgeführt, darunter:
drei Verteilungen von jeweils 25.000 bis 50.000 neuen Kleidungsstücken, gespendet vom Unternehmen Mikava
die Bereitstellung von medizinischen Geräten (u. a. Röntgengeräte) und Medikamenten während der Cholera-Epidemie
Weitere strukturelle Projekte waren:
Installation von Wassertanks im Süden von Lima (San Juan de la Libertad und San Juan de Miraflores)
Bau einer Bibliothek und einer Volksküche im Stadtteil Comas
Maßnahmen in Bolivien
In Bolivien arbeitete Aux 4 Coins du Monde mit ORSTOM und dem CRIN (Zentrum für immuno-nutritionale Rehabilitation schwer mangelernährter Kinder) zusammen.
Die Unterstützung konzentrierte sich auf:
die Versorgung der Kinder (Aufenthalte, Ernährung, medizinische Betreuung)
medizinische Untersuchungen und Medikamente
teilweise Unterstützung des medizinischen Personals des Kinderkrankenhauses in Cochabamba
Darüber hinaus trug der Verein bei zu:
Bau und Ausstattung der Gesundheitsstation „Caousou“ in Lekepampa
Ausbildung von Pflegekräften durch das bolivianische Rote Kreuz
Gründung der Schule von Lekepampa
Bau oder Renovierung von 7 Schulen und 2 weiterführenden Schulen im bolivianischen Altiplano, einschließlich Ausstattung mit Schulmaterial, Möbeln sowie pädagogischem und sportlichem Material
